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Metansatz

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  • #76
    AW: Metansatz

    Zitat von tauristar79 Beitrag anzeigen
    D.h. also im Gegensatz zum letzten Ansatz 1/2 kg mehr Honig und 1/2 Liter weniger Flüssigkeit.
    Genau. Der Apfelsaft sollte etwas mehr Säure mitbringen als die Aronia. Der Lindenblütenhonig ist übrigens recht aromatisch, nicht richtig mild. Ich hab mal vor Jahren einen Met aus Klee-Lindenhonig fabriziert, das Ergebnis war bisher von allen meinen Versuchen mit Honigwein am besten - die Erwartungen sind bei mir also entsprechend hoch...
    Cum honoratioribus accubiturus, capite pexo, pileum relinquito.

    Erasmus von Rotterdam

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    • #77
      AW: Metansatz

      Habe den Wein heute von der Hefe abgezogen und verkostet. Schmeckt bereits hervorragend, ist sehr trocken, bereits jetzt recht aromatisch, mit einer leichten Bitternote (von der ich glaube, dass sie sich während der Lagerung noch verflüchtigt) und ausgewogener Säure. Die Hefe schmeckt man überraschenderweise kaum.
      In ein paar Wochen ziehe ich den Met auf die Flaschen und freue mich nach weiterer Lagerung auf einen fantastischen Wein. Bin sehr zufrieden, auch wenn der Met trockener geworden ist als ursprünglich von mir geplant.
      Ich denke, ich werde auch für künftige Ansätze nur noch Sortenhonig verwenden.
      Cum honoratioribus accubiturus, capite pexo, pileum relinquito.

      Erasmus von Rotterdam

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      • #78
        AW: Metansatz

        Habe den Met heute auf Flaschen gezogen und nochmals verkostet. Ich muss sagen: Erwartungen übertroffen. Der junge Wein ist fast weiß, sehr schön klar und schmeckt ausgewogen leicht, trocken mit dezenter Restsüße, noch etwas spritzig, sehr aromatisch. So hatte ich mir den Met vorgestellt, bin über das hervorragende Ergebnis aber selbst überrascht. In ein paar Monaten wird sich zeigen, was der Met durch das Lagern noch geschmacklich hinzugewinnt - ich freu mich jetzt schon drauf.
        Mein Fazit lautet jedenfalls, dass ich für Met nie wieder etwas anderes als Sortenhonig verwenden werde.

        p.s.:
        Ich sehe gerade, dass mir der Met beim Abziehen von der Hefe noch wesentlich trockener vorgekommen ist. Keine Ahnung, woran das liegen könnte - vielleicht haben sich ein paar andere Geschmackskomponenten (von der Hefe produziertes Glycerin?) da noch vorteilhaft entwickelt.
        Zuletzt geändert von Aelfstan; 08.03.2015, 11:57.
        Cum honoratioribus accubiturus, capite pexo, pileum relinquito.

        Erasmus von Rotterdam

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        • #79
          AW: Metansatz

          bring mal bitte ne kleine Probe zur Messe mit ich liebe gute Weine insbesondere Met vieleicht nehme ich dir dann gleich ein paar Flaschen ab.
          Ein Zommbie ist auch ein Lebewesen BITTE nicht drauf schiesen, es treten oder gar töten denn sie haben das Recht uns zu beisen.....LOL

          Das Weltentor ist zerstört doch König und Volk von Caraslan sind immer noch da.....

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          • #80
            AW: Metansatz

            Zitat von Rainbowfly-Fantasy Gera Beitrag anzeigen
            bring mal bitte ne kleine Probe zur Messe mit ich liebe gute Weine insbesondere Met vieleicht nehme ich dir dann gleich ein paar Flaschen ab.
            Der Met ist nur zum Eigenverbrauch (und für gute Freunde), auf der Messe bin ich auch nicht.

            Der Thread hier ist keine Werbung für ein kommerzielles Angebot, sondern dokumentiert nur meine Versuche mit Honigwein im Rahmen meiner Freizeitgestaltung. Tut mir leid, wenn das irgendwie falsch rüber gekommen ist.
            Cum honoratioribus accubiturus, capite pexo, pileum relinquito.

            Erasmus von Rotterdam

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            • #81
              AW: Metansatz

              Und ansonsten beläuft sich der Preis für einen guten Tropfen ohnehin auf etwa 1-2 Euro, siehe hier:

              Zitat von Mekantor Beitrag anzeigen
              ich denke das Friedel den Wert eines solchen erlesenen Tropfens durchaus erkannt hat und so bezog sich die Preisanfrage von 1-2 Euro auf einen Tropfen :-)

              @Aelfstan: Ich verfolge deine Versuche immer sehr aufmerksam. Irgendwann muss ich mal wieder selber Wein ansetzen, was für eine Sorte auch immer. Irgendwann, wenn ich wieder mehr Zeit habe. Momentan reicht der Vorrat aber noch an Fruchtwein. Da ich ohnehin mittlerweile trockenen Wein bevorzuge und süßen Fruchtwein nur noch selten genieße.
              Zuletzt geändert von tauristar79; 09.03.2015, 19:13.
              sigpic

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              • #82
                AW: Metansatz

                Aus Euphorie über das letzte Ergebnis habe ich gleich einen neuen Ballon angesetzt. Rezept ist wie oben, nur mit anderem Honig (Robinie) und anderer Hefe (Tokaj). Da ich aus Gründen des besseren Handlings nur mit einem 10l-Ballon arbeite, bekomme ich ja ohnehin nie wesentlich mehr als 12 Flaschen bei so einer Aktion gebastelt (etwas Schwund gibt es beim Abziehen, Klären und Verkosten immer). Immerhin ist mein Keller jetzt einigermaßen gut mit Met bestückt...
                Cum honoratioribus accubiturus, capite pexo, pileum relinquito.

                Erasmus von Rotterdam

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                • #83
                  AW: Metansatz

                  Habe den Ansatz gestern von der Hefe abgezogen und verkostet. Der Wein ist hefetrüb, trocken mit fruchtigen Anklängen, leicht bitter (das verschwindet erfahrungsgemäß nach weiterer Lagerung) und scheint etwas mehr Alkohol als der letzte Ansatz zu haben. Die Honignote ist nicht sehr dominant (was ich allerdings so erwartet habe, da der Robinienhonig doch eher mild ist).
                  Cum honoratioribus accubiturus, capite pexo, pileum relinquito.

                  Erasmus von Rotterdam

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                  • #84
                    AW: Metansatz

                    Ansatz ist heute auf Flaschen gezogen worden, nachdem er etwas länger als geplant im Ballon verblieben ist. Ist geschmacklich rund, trocken und überraschend leicht. Die Bitternote ist (wie erwartet) verschwunden. Eine Honignote ist kaum wahrnehmbar, ich hoffe, sie kommt nach etwas Lagerung besser zur Geltung. Wein ist sehr schön klar, fast wie Wasser. Bin zufrieden.
                    Cum honoratioribus accubiturus, capite pexo, pileum relinquito.

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                    • #85
                      AW: Metansatz

                      Nach langer Zeit mal wieder ein neuer Ansatz:

                      5 Liter Wasser
                      2,5kg Phacelia-Honig (Phacelia = Büschelschön) von einem Hobbyimker aus dem Schradenland
                      1,5 Liter Granatapfelsaft
                      1 Liter Apfelsaft, klar
                      1 geriebener Apfel (ohne Schale, zur Eintrübung)
                      10g Zitronensäure
                      4g Tanno Rouge (Tannin)
                      2g Hefenährsalz
                      Hefe: Bourdeaux (Trockenhefe von Kitzinger)

                      Ziel ist ein roter Met. Durch die Zugabe von Tannin verspreche ich mir einen rotweinähnlichen Geschmack. Diesmal habe ich auf naturtrüben Apfelsaft verzichtet, da mir die Trubstoffe bei den letzten Ansätzen zu fein waren und habe einen mürben Gartenapfel gerieben und zugesetzt. Der Granatapfelsaft soll natürlich vorrangig die Farbe des Mets bestimmen. Wie das alles mit dem glasigen, wenig aromatischen Phacelia-Honig zusammenspielt kann ich noch nicht sagen.
                      Cum honoratioribus accubiturus, capite pexo, pileum relinquito.

                      Erasmus von Rotterdam

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                      • #86
                        AW: Metansatz

                        Hab den Ansatz von der Hefe abgezogen, verkostet und geschwefelt. Der Wein ist hefetrüb, spritzig, rosefarben und hat eine überraschend hohe Restsüße. Ich vermute, dass die Alkoholtoleranz der diesmal verwendeten Bourdeaux-Hefe vergleichsweise gering ist und daher nicht so viel Zucker umgesetzt wurde. Das Verhältnis von Tannin und Säure ist ausgewogen, der Met ist jetzt schon recht lecker. Die Hefe lässt sich natürlich gut herausschmecken, das ändert sich erfahrungsgemäß nach dem Klären und Lagern. Die leichte Bitternote, die ich sonst bei Metansätzen dieses Alters vorgefunden habe, fehlt vollständig. Dies könnte entweder am verwendeten (sehr klaren und wenig aromatischen) Phacelia-Honig oder gleichfalls an der Hefe liegen, denke ich. Ich freue mich jedenfalls schon auf ein weiteres mindestens sehr gutes Ergebnis in der Flasche...
                        Cum honoratioribus accubiturus, capite pexo, pileum relinquito.

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                        • #87
                          AW: Metansatz

                          Das Interessante ist, dass Tannine nicht über die Geschmacksnerven oder den Geruch wahrgenommen werden, sondern die Empfindung über den Trigeminusnerv, einer der zwölf Hirnnerven, ans Gehirn gemeldet wird.

                          http://www.weinbilly.de/weinwissen/w...kt-wein-pelzig

                          https://www.deutsche-apotheker-zeitu...chmecken-nicht

                          Da frag ich mich glatt, ob der Rotweingenuss nich wohl schon in den Anfängen der evolutionären Entwicklung des Menschen bedeutsam gewesen sein muss
                          Zuletzt geändert von tauristar79; 12.12.2016, 16:00.
                          sigpic

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                          • #88
                            AW: Metansatz

                            Zitat von tauristar79 Beitrag anzeigen
                            Das Interessante ist, dass Tannine nicht über die Geschmacksnerven oder den Geruch wahrgenommen werden, sondern die Empfindung über den Trigeminusnerv, einer der zwölf Hirnnerven, ans Gehirn gemeldet wird.
                            Tannin wirkt also ähnlich wie ein herzhafter Tritt in's Gesicht... Tja, dann habt ihr jetzt eine Vorstellung, wie mein Ansatz schmeckt.

                            Vermutlich stimmen deine Ideen zur menschlichen Evolution: Tannin ist bitter, wie viele ungenießbare Stoffe - vermutlich gibt eine besondere Meldestelle dafür Organismen einen Überlebensvorteil. Aus diesem Grund schmeckt Rotwein auch nach dem 15. Glas etwas besser, weil da der Trigeminus langsam seine Tätigkeit einstellt.
                            Cum honoratioribus accubiturus, capite pexo, pileum relinquito.

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                            • #89
                              Zitat von Aelfstan Beitrag anzeigen
                              AW: Metansatz

                              Die Hefe lässt sich natürlich gut herausschmecken, das ändert sich erfahrungsgemäß nach dem Klären und Lagern. Die leichte Bitternote, die ich sonst bei Metansätzen dieses Alters vorgefunden habe, fehlt vollständig.
                              Hat sich denn das Fehlen der Bitternote auch nach ca. einem viertel Jahr weiterer Lagerung bestätigt? Oder ist der Met schon vorher alle geworden?
                              sigpic

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                              • #90
                                Zitat von tauristar79 Beitrag anzeigen

                                Hat sich denn das Fehlen der Bitternote auch nach ca. einem viertel Jahr weiterer Lagerung bestätigt? Oder ist der Met schon vorher alle geworden?
                                Met ist noch genügend da, ohne Bitternote. :-)
                                Cum honoratioribus accubiturus, capite pexo, pileum relinquito.

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